Trotz drohender Coronakrise waren gut 40 Mitglieder der Einladung zur diesjährigen Hauptversammlung nach Todenhausen in das Hotel „Schwarzer Adler“ gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gerd Schad, begleitet von der Bläsergruppe  um Antje Engelbart-Schmidt, wurde mit einer Gedenkminute und dem Jagdsignal „Halali“ des im vergangenen jahr verstorbenen langjährigen Mitglieds Helmut Knieling gedacht, ein in früheren Jahren bekannter Führer und Züchter des Zwingers „Rote Hecke“.

Nach dem sehr detaillierten Protokoll der letztjährigen HV, vorgetragen vom Schriftführer Dr. Ralf Reiting, gab der Vors. Schad seinen Tätigkeitsbericht ab. Zunächst galt sein besonderer Dank allen Vorstandsmitgliedern, Revierinhabern, Richtern und Helfern für die gute Zusammenarbeit. Ohne sie wäre es nicht möglich, alljährlich eine Vielzahl von Prüfungen anzubieten. So seien im letzten Jahr wiederum 17 Prüfungen durchgeführt worden, darunter 2 VGPs mitglieder11 Hunden und 2 VSwPs. Probleme gäbe es zunehmend, gut geeignete Prüfungsreviere zu finden, vorrangig für die Waldfächer und die Wasserarbeit. Schad wies in seiner Funktion als Bundeszuchtwart darauf hin, geplante Deckakte mit Beteiligung ausländischer Hunde ihm rechtzeitig vor dem Deckakt zur Prüfung der Zuchtfreigabe zu melden, ansonsten drohe die doppelte Eintragungsgebühr.

An der 29. IKP in Osterhofen hätten vom Klub 7 Hunde erfolgreich teilgenommen und das durchweg mit 1. Preisen. Eine beachtliche Leistung! Schad bedankte sich bei den Führern und

Führerinnen, dass sie den Klub würdig vertreten haben und gratulierte zu ihrem Erfolg. Folgende Gespanne waren auf der IKP erfolgreich:

Peter Meyer mit „Tissa Adin Dom“  1. Preis mit 130 P., Fw.V

Kristin Loges mit „Sibell Adin Dom“   1.Preis mit 136 P., FW.V

Antje Engelbart-Schmidt mit „Vico vom Kronsberg“  1.Preis mit 136 P., Fw.sg

Dieter Kuhlmann mit „Viagra vom Kronsberg“  1.Preis mit 136 P., Fw.V

Alieska Schmidt mit „ Jumpie von der Wacholderheide“  1.Preis mit 133 P., Fw.V

und „ Josie von der Wacholderheide“  1.Preis mit 136P., Fw.sg

Helmut Merle mit „Enzo von Kurhessen“  1.Preis mit 136 P., Fw.sg

 

Zuchtwartin Tina Geisel berichtete von einer konstant hohen Zuchttätigkeit im Klub. Mit 9 Würfen und 65 Welpen sei nahezu das gleiche Ergebnis erreicht worden wie im Vorjahr. 3 Würfe fielen im Zwinger „vom Klepelshagener Forst“ und 2 Würfe im Zwinger „vom Großen Ritt“. Sie bat die Züchter, ihr Deckakte möglichst zeitnah zu melden. Der 2. Vorsitzende Georg Bierschenk teilte der Versammlung mit, dass sich momentan ein Richteranwärter in Ausbildung befände, der aber in ca. 2 Wochen seine Ausbildung mit der Abschlussprüfung beenden werde. Er dankte dem bisherigen Leiter der Richterschulung, Herrn Schmidt, der fachkundig über einen langen Zeitraum die jährlichen Schulungen durch-geführt habe. Als Nachfolgerin für diese wichtige Aufgabe hat sich Antje Engelbart-Schmidt bereit erklärt, zukünftig die Schulungen durchzuführen. Sie wies bei der Gelegenheit darauf hin, dass zur Aufrechterhaltung der Richterlizens entweder mindestens alle 4 Jahre eine Richterschulung besucht werden muss oder ein Hund in allen relevanten Prüfungsfächern, auch denen mit Spurarbeit, geführt werden muss.

Unter TOP 9 „Ehrungen“ wurde Zuchtwartin Tina Geisel unter dem Beifall der Anwesenden mit der Goldenen Klubnadel ausgezeichnet. Den diesjährigen Führerpreis erhielt Dieter Kuhlmann  mit seiner Hündin „Viagra vom Kronsberg“ und 270 Punkten. Der Züchterpreis ging an die ZG „vom Kronsberg“ mit 2380 Punkten. 

Unter Punkt „Verschiedenes“ wies Rüdiger Stilgenbauer auf einen kritischen Beitrag eines DK-Mitgliedes bei Facebook über das Kupieren der Ruten hin. Es entstand zu diesem Thema eine lebhafte Diskussion. Resumee: Standhaft bleiben und Festhalten am Kupieren! Die Gründe, die dafür sprechen, sind hinreichend bekannt. Alle in Deutschland verbleibenden Welpen müssen kupiert werden.Zuchtwartin Geisel sieht Probleme, bei Hunden, die ins Ausland mit Kupierverbot gehen sollen. Sie emphiehlt allen Züchtern in solchen Fällen, mit dem Kaufinteressenten vor dem Kupiertermin einen Vorvertrag mit Kaufpreiszahlung oder- anzahlung abzuschließen, damit am Tage des Kupierens ( in der Regel am 3.Tag) zweifelsfrei festzsteht, welche Welpen unkupiert bleiben müssen. Sei dies nicht der Fall, sei der Zuchtwart zum Kupieren aller vorhandener Welpen verpflichtet. Ein späteres nachträgliches Kupieren sei aus tiermedizinischer Sicht und aus Tierschutzgründen problematisch.

Albrecht Keil

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von links Dieter Kuhlmann (Führerpreis), Vors. Gerd Schad,, Antje Engelbart-Schmidt (Züchterpreis) Tina Geisel (goldene Klubnadel)